Strategien für angewandte Ethik

Was Sie über Stratethos und unsere Absichten wissen sollten

Technologisch ist die Menschheit weit gekommen. Ethisch steht sie in vielen Bereichen noch am Anfang ihrer Entwicklung. Die neuen ethischen Weltimpulse werden aber immer sichtbarer. Sie werden noch zu wenig gefördert. Auch deshalb, weil retardierende Kräfte gern von Fortschritt reden aber noch lieber sinnvolle Transformationsprozesse verhindern. Oft aus Unkenntnis und Ignoranz, interessengesteuert auch ganz gezielt.

Ethische Transformation kann nämlich heißen: Etwas besser zu machen als bisher, die identitätsstiftende Wertigkeit dabei zu erhalten

Ethische Impulse sind – anders als nicht selten kolportiert – nicht gesellschaftsfeindlich und sie stehen auch nicht unbedingt im Wettbewerb mit erhaltenswerten Traditionen. Denn viele ethische Ideen sind mit wertkonservativem Gedankengut kompatibel. Ethische Transformation kann nämlich heißen: Etwas besser zu machen als bisher, die identitätsstiftende Wertigkeit dabei zu erhalten und so einerseits dem ethischen Fortschritt und dem Erhalt des Bewahrenswerten zu dienen.

Noch herrscht zu wenig Bewusstsein vor für die Erkenntnis, dass der ethische Fortschritt die Brücke zu wahrer Ressourcenschonung ist und gleichzeitig zu deutlich mehr Wirtschaftlichkeit führt, auch wenn noch immer sehr oft das Gegenteil behauptet wird.

In anderen wirtschaftlichen Bereichen würde niemand auf die Idee kommen, dutzendfach ineffizientere Produktionsmethoden weiter beizubehalten. Schon gar nicht, wenn man die Folgen bedenkt.

In der Tat ist beispielgebend die Produktion tierischer Lebensmittel um den Faktor 1 zu 10 wirtschaftlich deutlich weniger effizient als die Herstellung transformierter pflanzlicher Lebensmittel. Rechnet man Vorteile für die Gesundheit und die Schonung von Ressourcen wie Wasser und Böden noch hinzu, so ist die Herstellung nichtpflanzlicher Lebensmittel schon aus rein ökonomischer Sicht mehr als fragwürdig. In anderen wirtschaftlichen Bereichen würde niemand auf die Idee kommen, dutzendfach ineffizientere Produktionsmethoden weiter beizubehalten. Schon gar nicht, wenn man die Folgen bedenkt.

Wenn aber derart eindeutige und logische Schlussfolgerungen an Hochschulen noch nicht gelehrt werden und der landwirtschaftliche Nachwuchs unserer Höfe in das Selbstverständnis unwirtschaftlicher und weltschädlicher Ausnutzung anderer Lebewesen »hineingeboren« wird, wo man sich allenfalls über »Veganer« amüsiert, so wird verständlich, welche Bedeutung angewandte Ethik schon allein auf diesem Themengebiet hat. Herausforderungen geht man nicht an, in dem man die Fakten vererbend übersieht, sondern nur, indem man sie löst.

Niemand kann bestreiten, dass die Menschheit genau diese Ziele erreichen muss.

Die Überwindung der Ausnutzung von Tieren löst nicht nur das Dilemma der Haltungs- und Tötungsfrage, allein in Deutschland werden immer noch 745 Mio. Tiere im Jahr geschlachtet – die vegane Transformation ermöglicht auch die Lösung der dringendsten ökologischen Herausforderungen. Sie könnte die Abholzung der Regenwälder deutlich begrenzen oder sogar stoppen, ebenso die Zerstörung und Verseuchung der Böden, der Meere und Trinkwasserressourcen. Im eigenen Land, auf unserem Kontinent und weltweit.

Niemand kann bestreiten, dass die Menschheit genau diese Ziele erreichen muss. Hinzukommt, dass vermutlich nur auf diesem Wege die Sicherstellung der Ernährung aller Menschen bei steigender Weltbevölkerung sichergestellt werden kann.

Unter diesen Umständen ist erstaunlich: Debatten werden vermieden, weil man die Notwendigkeit, sich der Sache anzunehmen, noch hinauszögern möchte.* Gerade deshalb wird Ethik thematisch gemieden »wie der Teufel das Weihwasser«. Übrigens auch von Meinungsmachern, die in anderen Themenbereichen von anderen stets höchste moralische Sensibilität einfordern.

Ethik braucht Strategien, um einige der absurdesten Weltzustände schneller verbessern zu können, die die Menschheit übrigens auch nicht mehr braucht, um sich zu entwickeln…

Deswegen braucht angewandte Ethik mehr Öffentlichkeit, mehr Unterstützung und mehr Vernetzung – jenseits floskelhafter Marketingversprechungen und phrasenhafter gegenseitiger Beteuerungen, die gar nichts ändern. Ethik braucht Strategien, um einige der absurdesten Weltzustände schneller verbessern zu können, die die Menschheit übrigens auch nicht mehr braucht, um sich zu entwickeln, wie ausgerechnet aus »spirituellen Kreisen« zu vernehmen ist. Sie braucht im Gegensatz zu derart obskuren Anschauungen die Umsetzung der ethischen Impulse, die schon da sind, um sich weiter entwickeln zu können. Angewandte Ethik ist Entwicklungsforsetzung, das Aufhalten der Ethik verhindert Entwicklung und fördert Rückschritt.

Die Heilung der Welt ist ohne Ethik nicht möglich. Mit Ethik ist sie auch unter Einbettung der Marktwirtschaft machbar. Wenn Marktbefürworter aus Unkenntnis Ethik bekämpfen, bringen sie damit auch die Marktwirtschaft selbst in Bedrängnis. Märkte allein können ethische Fragen nicht lösen. Die konkrete Lösung ethischer Fragen aber beflügelt die Märkte regelrecht neu. Auch die Marktwirtschaft selbst kann ethisch transformiert werden.

Ein freier Welthandel ist in keiner Welt möglich, indem über Basic-Ressourcen regionale und internationale Konflikte und Kriege ausgetragen werden müssen.

Stratethos setzt sich mit zugleich kühlem Kopf und heißem Herzen dafür ein, aufzuzeigen, dass ethische Transformationsprozesse marktkompatibel und notwendig sind, um Effizienz zu steigern und Wettbewerb in einer Welt dauerhaft zu ermöglichen, die an ihre Ressourcengrenzen stößt. Ein freier Welthandel ist in keiner Welt möglich, indem über Basic-Ressourcen regionale und internationale Konflikte und Kriege ausgetragen werden müssen.

Stratethos beschreibt schon heute manches von dem, was in den kommenden Jahren und Jahrzehnten selbstverständlich sein wird, weil aus vielen logischen und ethischen Überlegungen zugleich selbstverständlich werden muss. Wir bereiten damit auch künftige Ertragsmöglichkeiten vor. Jedem Unternehmen, jeder unternehmerisch aktiven Familie oder Persönlichkeit und Organisation stehen wir als Partner zur Verfügung. Wir sehen uns als Thinktank, Unternehmensberater, Impulsgeber und Partner.

Wenn Sie die Schnittpunkte zwischen den eigenen und unseren Bemühungen erkennen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Wir beraten und bündeln Partnerschaften, schaffen Netzwerke und bringen Start-Ups auf den Weg, wir regen Investitionen an und leiten auf Wunsch ethisch Interessierter Vermögen um, die einen spürbaren Beitrag für Weltheilungsprozesse implementieren. Zu Lebzeiten und darüber hinaus.

Geld ist nicht das Schlechte in der Welt. Im Gegenteil ist es – wie Rudolf Steiner vor 100 Jahren in einem Vortrag so treffend sagte – »das Allergeistigste im Wirtschaftsleben«. Es kommt allerdings darauf an, wofür es verwendet wird und welchem Zweck es dient.

Geld ist nicht das Schlechte in der Welt. Im Gegenteil ist es – wie Rudolf Steiner vor 100 Jahren in einem Vortrag so treffend sagte – »das Allergeistigste im Wirtschaftsleben«. Es kommt allerdings darauf an, wofür es verwendet wird und welchem Zweck es dient. Im Gegensatz zum nötigen privaten Wohlbefinden wird für die angewandte Ethik, die dem (Über-)Leben als Ganzem dient, noch viel zu wenig Geld sinnvoll ausgegeben. Wir glauben und wissen zugleich, dass die Zeit dazu mehr als reif ist, um jetzt strategisch die neuen ethischen Weltimpulse ökonomisch aufzuladen. Geld bewegt die Welt – am besten aber in die richtige Richtung. Wir freuen uns von Herzen über Ihre Kontaktaufnahme und auf zielvolle Gespräche.

*Löbliche Ausnahmen gibt es: Lesen Sie hierzu den Beitrag des Stratethos-Gründers Christian Vagedes auf dem Debattenportal Tagesspiegel-Causa.